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ÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻÂŻ
Klothoide
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Die Klothoide, auch Klotoide (frĂŒher auch Clothoidecite-ref-1[1]; von griechisch ÎșλÏÎžÏ âspinnenâ, s. Klotho (Mythologie)), ist eine spezielle ebene Kurve. Sie ist in der Ebene bis auf Ăhnlichkeit durch die Eigenschaft eindeutig bestimmt, dass die KrĂŒmmung an jeder Stelle der Kurve proportional zur LĂ€nge ihres Bogens bis zu der Stelle ist. Andere Bezeichnungen fĂŒr die Klothoide sind Cornu-Spirale (nach Marie Alfred Cornu) und Spinnkurve (da der Graph, der von einem Konvergenzpunkt zum anderen lĂ€uft, einer Garnrolle Ă€hnelt, die âumsponnenâ wird).
Die Klothoide wird als Ăbergangsbogen bei Kurven im StraĂenbau und im Eisenbahnbau eingesetzt. Ihr KrĂŒmmungsverlauf nimmt linear zu, wodurch sich anstatt eines abrupten Rucks ein allmĂ€hlicher Beschleunigungs-Ăbergang von der Geradeausfahrt in die Kreisfahrt ergibt.
In den heutigen Trassierungs- und CAD-Programmen ist die numerische Berechnung von Klothoiden in der Programmbibliothek integriert und erfolgt automatisch.
Contents
âą Geschichte
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Geschichte
Die Gleichungen der Klothoide wurden erstmals nachweislich 1694 von Jakob I Bernoulli niedergeschrieben. Sie wurde aber von ihm weder gezeichnet noch numerisch berechnet. Dies wurde 1743 von Leonhard Euler gemacht, als er die Gleichungen bei der Untersuchung von spiralförmig aufgewickelten Sprungfedern wiederentdeckte.cite-ref-2[2] Die Bestimmung der asymptotischen Endpunkte gelang ihm aber erst 1781. Im Jahr 1874 wurden die Gleichungen vom französischen Physiker Alfred Cornu nochmals unabhÀngig bei Beugungsberechnungen entdeckt und untersucht. In der angelsÀchsischen Literatur wird sie daher meist als Euler-(Cornu-)Spirale bezeichnet.
1937 wurde die Klothoide erstmals durch Leopold Oerley als Geometrieelement im StraĂenbau eingesetzt,cite-ref-3[3] ab 1938 setzte der Autobahningenieur Hans Lorenz sie bei der Planung der Reichsautobahn WienâBrĂŒnnâBreslau konsequent ein. 1954 wurde die Klothoide mit einem umfassenden Tafelwerk (Kasper, SchĂŒrba, Lorenz: Die Klotoide als Trassierungselement, siehe Literatur) fĂŒr Trassierungs- und Absteckungsarbeiten allgemein zugĂ€nglich gemacht. In diesem Tafelwerk wird durchgĂ€ngig Klotoide (ohne âhâ) geschrieben. Auch die alten Ausgaben des Taschenbuches der Mathematik (Bronstein-Semendjajew) bevorzugen diese Schreibweise. Die Schreibweise laut Duden ist Klothoide.
Klothoidengleichung
Der KrĂŒmmungsradius dieser Kurve ist bzw. soll sein: umgekehrt proportional zur LĂ€nge ihres Bogens, formal mit der GroĂbuchstabenkonvention in den StraĂenbauernormen ausgedrĂŒckt:
R = A 2 L , L > 0 , {\displaystyle R={\frac {A^{2}}{L}},\quad L>0,}
wobei R {\displaystyle R} den KrĂŒmmungsradius, L {\displaystyle L} die LĂ€nge des Kurvenbogens vom festgewĂ€hlten Kurvenausgangspunkt zum betrachteten Kurvenpunkt und A {\displaystyle A} eine beliebige, aber feste, positive, reelle Konstante bezeichnet. Diese Konstante wird als Klothoidenparameter bezeichnet.
Aus dieser Forderung folgt bereits eindeutig die Gleichung der Klothoide, wenn man einen Ausgangspunkt und eine Anfangssteigung vorgibt. Diese lautet in Parameterdarstellung mit Ausgangspunkt ( 0 , 0 ) {\displaystyle (0,0)} und Anfangssteigung d y d x | ( 0 , 0 ) = 0 {\displaystyle {\tfrac {\mathrm {d} y}{\mathrm {d} x}}|_{(0,0)}=0} durch l {\displaystyle l} parametrisiert:
( x y ) ( l ) = A Ï Ï â« â« 0 l ( cos ⥠⥠( Ï Ï t 2 2 ) sin ⥠⥠( Ï Ï t 2 2 ) ) d t {\displaystyle {\binom {x}{y}}(l)=A{\sqrt {\pi }}\int _{0}^{l}{\binom {\cos({\frac {\pi \,t^{2}}{2}})}{\sin({\frac {\pi \,t^{2}}{2}})}}\ \mathrm {d} t}
wobei L = A l Ï Ï {\displaystyle L=Al{\sqrt {\pi }}} dann die LĂ€nge der Kurve von ( 0 , 0 ) {\displaystyle (0,0)} bis ( x ( l ) , y ( l ) ) {\displaystyle (x(l),y(l))} ist. Somit gilt fĂŒr die KrĂŒmmung dieser Kurve
Îș Îș ( l ) = Ï Ï A l {\displaystyle \kappa (l)={\frac {\sqrt {\pi }}{A}}l} .
Ferner besitzt sie die beiden asymptotischen Punkte ( A Ï Ï 2 , A Ï Ï 2 ) {\displaystyle \textstyle \left(A{\frac {\sqrt {\pi }}{2}},A{\frac {\sqrt {\pi }}{2}}\right)} und ( â â A Ï Ï 2 , â â A Ï Ï 2 ) {\displaystyle \textstyle \left(-A{\frac {\sqrt {\pi }}{2}},-A{\frac {\sqrt {\pi }}{2}}\right)} .
Einheitsklothoide
Die Einheitsklothoide ist eine Klothoide mit dem Parameter A = 1 {\displaystyle A=1} . Die Grundgleichung A 2 = R L {\displaystyle A^{2}=RL} zeigt, dass der Parameter A {\displaystyle A} eine kennzeichnende GröĂe ist. Die Einheitsklothoide wurde benutzt, um Tafeln fĂŒr die Berechnung von Punkten auf der Klothoide aufzustellen, analog den Tafelwerken fĂŒr Winkelfunktionen, denen der Einheitskreis mit R = 1 {\displaystyle R=1} zugrunde liegt. Die dort entnommenen Werte fĂŒr die Koordinaten der Punkte auf der Klothoide werden mit dem gegebenen Parameter A {\displaystyle A} multipliziert, da alle Klothoiden einander Ă€hnlich sind und proportional vergröĂert oder verkleinert werden können.
Bekannte, hÀufig benutzte Tabellenwerke waren (siehe auch Literatur):
âą Die Klotoide als Trassierungselement von Kasper, SchĂŒrba, Lorenz
âą Klothoidentaschenbuch fĂŒr Entwurf und Absteckung von Krenz, Osterloh
Bezeichnungen gem. Kasper, SchĂŒrba, Lorenz:
Die Tabellenwerte X {\displaystyle X} und Y {\displaystyle Y} beziehen sich auf die Tangente im Ursprung (der einzige Wendepunkt) der Klothoide (0,0) mit dem KrĂŒmmungsradius von âUnendlichâ. Die X-Koordinate ist der Abschnitt auf dieser Tangente, die Y-Koordinate der orthogonale Abstand des Klothoidenpunktes von der Tangente. Eingangswert ist L / A {\displaystyle L/A} .
Um Klothoidenberechnungen mit mechanischen Rechenmaschinen zu vereinfachen, die nur die vier Grundrechenarten ermöglichten, wurden zusĂ€tzlich Spezialtafeln fĂŒr hĂ€ufig vorkommende Aufgaben beigefĂŒgt, um den Rechenaufwand in Grenzen zu halten.
Moderne Berechnungsverfahren
Heute sind fĂŒr Klothoidenberechnungen weder Tafeln noch NĂ€herungslösungen erforderlich. FĂŒr eine programmgesteuerte Berechnung sind Klothoiden besonders gut geeignet, da die Formeln einfach sind, wenig Programmieraufwand erfordern und ein sehr gutes Laufzeitverhalten haben. Wegen der sehr hĂ€ufigen Verwendung der Klothoide bei der Trassierung von Verkehrswegen wird der Berechnungsablauf hierfĂŒr als Beispiel herangezogen.
Grundgleichungen:
A 2 = R â
â
L T = L 2 2 A 2 = L 2 R X = ⫠⫠0 L cos ⥠⥠L 2 2 A 2 d L Y = ⫠⫠0 L sin ⥠⥠L 2 2 A 2 d L {\displaystyle {\begin{aligned}A^{2}&=R\cdot L\\T&={\frac {L^{2}}{2A^{2}}}={\frac {L}{2R}}\\X&=\int _{0}^{L}\cos {\frac {L^{2}}{2A^{2}}}\ \mathrm {d} L\\Y&=\int _{0}^{L}\sin {\frac {L^{2}}{2A^{2}}}\ \mathrm {d} L\\\end{aligned}}}
Zur Berechnung werden statt der Sinus- bzw. Cosinusfunktion deren Potenzreihenentwicklungen
cos ⥠⥠( T ) = ( 1 â â T 2 2 ! + T 4 4 ! â â T 6 6 ! ± ± ⯠⯠) sin ⥠⥠( T ) = ( T â â T 3 3 ! + T 5 5 ! â â T 7 7 ! ± ± ⯠⯠) {\displaystyle {\begin{aligned}\cos(T)&=\left(1-{\frac {T^{2}}{2!}}+{\frac {T^{4}}{4!}}-{\frac {T^{6}}{6!}}\pm \cdots \ \right)\\\sin(T)&=\left(T-{\frac {T^{3}}{3!}}+{\frac {T^{5}}{5!}}-{\frac {T^{7}}{7!}}\pm \cdots \ \right)\\\end{aligned}}}
verwendet und integriert. Setzt man dann fĂŒr L 2 2 A 2 {\displaystyle {\tfrac {L^{2}}{2A^{2}}}} wieder T {\displaystyle T} ein, erhĂ€lt man fĂŒr die Koordinaten X {\displaystyle X} und Y {\displaystyle Y} auf der Ursprungstangente folgende, sehr einfache Reihenentwicklungen:
X = L â
â
( 1 â â T 2 2 ! â
â
5 + T 4 4 ! â
â
9 â â T 6 6 ! â
â
13 ± ± ⯠⯠) Y = L â
â
( T 3 â â T 3 3 ! â
â
7 + T 5 5 ! â
â
11 â â T 7 7 ! â
â
15 ± ± ⯠⯠) {\displaystyle {\begin{aligned}X&=L\cdot \left(1-{\frac {T^{2}}{2!\cdot 5}}+{\frac {T^{4}}{4!\cdot 9}}-{\frac {T^{6}}{6!\cdot 13}}\pm \cdots \right)\\Y&=L\cdot \left({\frac {T}{3}}-{\frac {T^{3}}{3!\cdot 7}}+{\frac {T^{5}}{5!\cdot 11}}-{\frac {T^{7}}{7!\cdot 15}}\pm \cdots \right)\end{aligned}}}
FĂŒr den im Bereich von Trassierungsberechnungen genutzten Klothoidenabschnitt R 3 ††A ††R {\displaystyle {\tfrac {R}{3}}\leq A\leq R} ist der Wert T {\displaystyle T} maximal 0,5. Um auch fĂŒr seltene SonderfĂ€lle gewappnet zu sein, sollte das Programm T-Werte bis Ï (3,14159) zulassen, damit der gleiche Drehwinkel (180°) wie in einem Halbkreis abgedeckt ist. Die Reihenglieder fĂŒr X {\displaystyle X} und Y {\displaystyle Y} konvergieren schon nach wenigen Schritten gegen Null. Weil die FakultĂ€tsfunktion im Nenner steht, wĂ€chst dessen Wert schnell. Bei T < 1 {\displaystyle T<1} nimmt der Wert des ZĂ€hlers ab und beschleunigt zusĂ€tzlich die Berechnung. Die Genauigkeit der Berechnung lĂ€sst sich ĂŒber einen Grenzwert, der zum Abbruch der Berechnung fĂŒhrt, steuern. Ăblich ist eine Genauigkeit, die fĂŒnf gĂŒltige Nachkommastellen hat, wenn mit 8 Byte Datenbreite (double precision) gerechnet wird. FĂŒr Grafikausgaben genĂŒgt eine Genauigkeit, die dem halben Pixeldurchmesser des AusgabegerĂ€tes, multipliziert mit dem reziproken MaĂstabsfaktor, entspricht (BegrĂŒndung: siehe Bresenham-Algorithmus).
Um die lokalen Koordinaten X {\displaystyle X} und Y {\displaystyle Y} in das ĂŒbergeordnete Bezugssystem zu ĂŒberfĂŒhren, ist abschlieĂend eine einfache Transformation, z. B. ĂŒber bereits bekannte Koordinaten des Anfangs- und Endpunktes im Bezugssystem erforderlich. Die Berechnung von Klothoidenpunkten ist beim Einsatz von Computern heute genau so einfach, wie bei Punkten auf den Trassierungselementen Gerade und Kreisbogen.
Anwendung in der Optik
Unter Beugung wird meist die Fraunhofersche Beugung verstanden, bei der Strahlen aus dem Unendlichen (Parallelstrahlen) durch Linsen auf eine endliche Ebene abgebildet werden. Im Gegensatz dazu beschreibt die Fresnelsche Beugung Beugungserscheinungen im Nahfeld. Beide Formen der Beugung sind zwei GrenzfÀlle des Kirchhoffschen Beugungsintegrals. Beispielsweise beschreiben die Fresnelschen Integrale S λ λ ( x ) {\displaystyle S_{\lambda }(x)} und C λ λ ( x ) {\displaystyle C_{\lambda }(x)} die IntensitÀt der Lichtverteilung hinter einer beleuchteten Kante mit einem beliebigen, reellen Parameter λ λ {\displaystyle \lambda } :
S λ λ ( x ) = â« â« 0 x sin ⥠⥠( λ λ t 2 ) d t = â â n = 0 â â ( â â 1 ) n λ λ 2 n + 1 x 4 n + 3 ( 4 n + 3 ) ( 2 n + 1 ) ! {\displaystyle S_{\lambda }(x)=\int _{0}^{x}\sin(\lambda t^{2})\ \mathrm {d} t=\sum _{n=0}^{\infty }(-1)^{n}{\frac {\lambda ^{2n+1}x^{4n+3}}{(4n+3)(2n+1)!}}}
C λ λ ( x ) = â« â« 0 x cos ⥠⥠( λ λ t 2 ) d t = â â n = 0 â â ( â â 1 ) n λ λ 2 n x 4 n + 1 ( 4 n + 1 ) ( 2 n ) ! {\displaystyle C_{\lambda }(x)=\int _{0}^{x}\cos(\lambda t^{2})\ \mathrm {d} t=\sum _{n=0}^{\infty }(-1)^{n}{\frac {\lambda ^{2n}x^{4n+1}}{(4n+1)(2n)!}}} .
Definition der Klothoide mittels Fresnelscher Integrale
Zusammen ermöglichen die vorhergehenden beiden Gleichungen auch eine Parameterdarstellung
( x ( l ) y ( l ) ) = ( C λ λ ( l ) S λ λ ( l ) ) {\displaystyle {\begin{pmatrix}x(l)\\y(l)\end{pmatrix}}={\begin{pmatrix}C_{\lambda }(l)\\S_{\lambda }(l)\end{pmatrix}}}
einer Klothoide. WĂ€hlt man nĂ€mlich λ λ = Ï Ï 2 {\displaystyle \lambda ={\tfrac {\pi }{2}}} , dann erhĂ€lt man die Klothoide mit A = 1 Ï Ï {\displaystyle A={\tfrac {1}{\sqrt {\pi }}}} .
âą Die beiden Konvergenzpunkte liegen bei den Koordinaten (z,z) und (âz,âz) mit
z = â« â« 0 â â cos ⥠⥠( λ λ t 2 ) d t = â« â« 0 â â sin ⥠⥠( λ λ t 2 ) d t = 2 Ï Ï | λ λ | 4 λ λ 2 = Ï Ï 8 | λ λ | . {\displaystyle z=\int _{0}^{\infty }\cos(\lambda t^{2})\ \mathrm {d} t=\int _{0}^{\infty }\sin(\lambda t^{2})\ \mathrm {d} t={\frac {\sqrt {2\pi |\lambda |}}{4{\sqrt {\lambda ^{2}}}}}={\sqrt {\frac {\pi }{8|\lambda |}}}.}
⹠Die LÀnge L λ λ {\displaystyle L_{\lambda }} eines Kurvenbogens der Klothoide durch l {\displaystyle l} parametrisiert und vom Ursprung aus gemessen, betrÀgt
L λ λ ( l ) = â« â« 0 l S λ λ âČ ( t ) 2 + C λ λ âČ ( t ) 2 d t = â« â« 0 l sin ⥠⥠( λ λ t 2 ) 2 + cos ⥠⥠( λ λ t 2 ) 2 d t = â« â« 0 l 1 d t = l . {\displaystyle L_{\lambda }(l)=\int _{0}^{l}{\sqrt {S_{\lambda }'(t)^{2}+C_{\lambda }'(t)^{2}}}\ \mathrm {d} t=\int _{0}^{l}{\sqrt {\sin(\lambda t^{2})^{2}+\cos(\lambda t^{2})^{2}}}\ \mathrm {d} t=\int _{0}^{l}1\ \mathrm {d} t=l.}
Die KurvenlĂ€nge ist somit unbeschrĂ€nkt. Und wir sehen, dass die Differentialgeometriker die Klothoide so beschreiben, dass die KurvenlĂ€nge stets gleich ihrem freien Parameter ist. Dies nennt man dann auch allgemein fĂŒr beliebige stetige Kurven die natĂŒrliche Kurvenparametrisierung.
âą Die KrĂŒmmung (ihr Kehrwert ist der KrĂŒmmungsradius) ist Îș Îș ( l ) = 2 λ λ l {\displaystyle \kappa (l)=2\lambda l} , also proportional zur LĂ€nge des Kurvenbogens ab dem Punkt (0,0).
Ferner erkennen wir nun auch den Zusammenhang mit dem â T {\displaystyle T} der StraĂenbauerâ zu T = L 2 R = l 2 Îș Îș ( l ) = λ λ l 2 {\displaystyle \ T={\frac {L}{2R}}={\frac {l}{2}}\kappa (l)=\lambda l^{2}} .
WĂ€hlt man fĂŒr eine erste Approximation der Kurve im Ursprung nur das erste Glied ihrer Taylorreihe, so erhĂ€lt man
( x ( l ) y ( l ) ) â â ( l λ λ l 3 3 ) , {\displaystyle {\begin{pmatrix}x(l)\\y(l)\end{pmatrix}}\approx {\begin{pmatrix}l\\\lambda {\tfrac {l^{3}}{3}}\end{pmatrix}},}
also y â â 1 3 λ λ x 3 {\displaystyle y\approx {\frac {1}{3}}\lambda x^{3}} , was eine kubische Parabel darstellt.
Anwendung im Verkehrswegebau
Im Verkehrswegebau wird bei der Berechnung der LinienfĂŒhrung einer Verkehrsachse die Klothoide als Ăbergangselement zwischen zwei Geraden, oder allgemein zwei Elementen mit konstanter aber unterschiedlicher KrĂŒmmung, eingesetzt. Sie kommt auf zahlreichen Teilabschnitten von StraĂen- und Bahnstrecken zum Einsatz.
Klothoide als Trassierungselement
Zur Bemessung der Trassierungselemente bei einer fahrdynamischen Trassierung von Verkehrswegen dient die Entwurfsgeschwindigkeit, aus der sich Mindestradien bzw. bei Klothoiden Mindestparameter ergeben. Die Entwurfsgeschwindigkeit ist unter anderem von der Bedeutung eines Verkehrsweges abhĂ€ngig, also bei Fernverbindungen hoch und bei regionalen Verbindungen niedriger. Eine niedrige Entwurfsgeschwindigkeit erlaubt eine TrassenfĂŒhrung, die sich besser an die topografischen VerhĂ€ltnisse anpassen lĂ€sst. Auch das Verkehrsaufkommen muss berĂŒcksichtigt werden. Innerörtliche StraĂen werden dagegen in der Regel nicht fahrdynamisch trassiert, bzw. mit einer niedrigen Entwurfsgeschwindigkeit geplant.
Eine Trasse setzt sich einerseits aus Trassierungselementen mit konstanter KrĂŒmmung wie Geraden und Kreisbögen, andererseits aus Klothoiden als Ăbergangsbögen mit zu- und abnehmender KrĂŒmmung zusammen. Die KrĂŒmmung Îș Îș = 1 R {\displaystyle \kappa ={\tfrac {1}{R}}} wĂ€chst bzw. fĂ€llt linear mit der LĂ€nge L {\displaystyle L} auf der Klothoide.
FĂŒr die Verwendung der Klothoide als Ăbergang zwischen Elementen mit konstanter KrĂŒmmung im StraĂenbau spricht:
âą Bei einer Kurvenfahrt muss das Lenkrad gedreht werden, um das Fahrzeug in den Bogen einzulenken. Bei konstanter Fahrgeschwindigkeit und gleichmĂ€Ăiger Zunahme des Lenkeinschlages bewegt sich das Fahrzeug auf einer Linie, die nĂ€herungsweise einer Klothoide entspricht. Durch die Klothoide als Ăbergangselement wird sichergestellt, dass der Fahrer nicht zu einem abrupten Lenkmanöver gezwungen wird, sondern die Querbeschleunigung linear wĂ€chst oder abnimmt.
âą Die EntwĂ€sserung der Fahrbahn bei Regen erfordert, dass die Fahrbahn in Querrichtung geneigt ist (Querneigung), um Aquaplaning zu verhindern. Eine Querneigung der Fahrbahn ist auch erforderlich, um die Querbeschleunigung auf ein annehmbares MaĂ zu begrenzen. Bei geneigter Fahrbahn wirkt die vertikale Erdbeschleunigungskomponente (9,81 m/sÂČ) dagegen und die KrĂ€fte werden besser in die Fahrbahn eingeleitet. Bei Kurven werden die FahrbahnrĂ€nder so um die Fahrbahnachse gedreht, dass der Ă€uĂere Rand höher und der innere Rand tiefer als die Achse liegt. Diese âVerwindungâ der Fahrbahn um die Achse erfordert eine gewisse ĂbergangslĂ€nge. Die Klothoide als Ăbergangsbogen bei KrĂŒmmungswechseln stellt sicher, dass der Ăbergang innerhalb der LĂ€nge dieses Elements linear angelegt werden kann.
âą Die Klothoide verbessert die optische LinienfĂŒhrung einer Trasse. Der Fahrer eines Fahrzeuges nimmt die Fahrbahn aus einer Perspektive wahr, die in Fahrtrichtung gesehen zu einer starken VerkĂŒrzung der LĂ€ngsentwicklung fĂŒhrt. Ohne Ăbergangsbogen wirkt ein KrĂŒmmungswechsel wie ein Knick in der Achse. Die Klothoide als Ăbergangsbogen sorgt dafĂŒr, dass eine Kurve besser wahrgenommen und somit richtig eingelenkt wird.
Bei Bahntrassen haben Ăbergangsbögen die gleichen Vorteile. Schienengebundene Fahrzeuge werden unter Zwang gesteuert und weisen nur eine sehr geringe Toleranz in Querrichtung auf. Ein KrĂŒmmungswechsel ohne Ăbergangsbogen erzeugt in diesem Fall eine sprunghafte Ănderung der Querbeschleunigung, die sehr schnell als unangenehm empfunden wird. Erschwerend kommt hinzu, dass ein abrupter KrĂŒmmungswechsel erhöhten VerschleiĂ an den Schienen und den RadsĂ€tzen verursacht. Es gibt jedoch geringfĂŒgige Abweichungen gegenĂŒber der AusfĂŒhrung im StraĂenbau:
âą Bei Schienen muss die EntwĂ€sserung des Fahrweges nicht berĂŒcksichtigt werden. In Geraden liegen beide Schienen auf gleicher Höhe. In Kurven wird in Deutschland nur die Ă€uĂere Schiene angehoben, um der Querbeschleunigung entgegenzuwirken. Diese Form der AusfĂŒhrung wird als âĂberhöhungâ bezeichnet. Der Ăbergangsbogen sorgt dafĂŒr, dass die Ăberhöhung innerhalb seiner LĂ€nge linear ausgefĂŒhrt werden kann.
âą Im Eisenbahnbau werden bei konventionellen Geschwindigkeiten (< 160 km/h) nach wie vor auch kubische Parabeln (Blossbögen) als Ăbergangsbögen verwendet, die im Nahbereich des Ursprungs einen der Klothoide Ă€hnlichen Verlauf haben.
Bei Achterbahnen, ebenfalls schienengebundene Fahrzeuge, werden Klothoiden eingesetzt, um die Passagiere nicht durch starke Querbeschleunigungen zu belasten. Im Fall der Achterbahn ist die Geschwindigkeit in jedem Abschnitt der Trasse mit geringen Abweichungen bekannt; somit können die einwirkenden QuerkrĂ€fte durch eine angepasste Ăberhöhung der Kurven fast ganz eliminiert werden. Voraussetzung dafĂŒr sind Ăbergangsbögen.
Bei LiftstĂŒtzen von Seilbahnanlagen werden die Rollenbatterien auch oft in Klothoidenform gebaut, um den FahrgĂ€sten der Liftanlage ein höheres MaĂ an Komfort zu bieten.
Berechnung einer Achse mit Klothoiden als Ăbergangselementen
Um die Lage der Achse eines Verkehrsweges zu definieren, wird zweistufig gearbeitet:
âą WĂ€hrend der Entwurfsplanung wird die Achse in ihren Hauptelementen bestimmt (Achshauptpunktberechnung). Ergebnis ist eine Achse, die in den Planungskorridor passt und den Entwurfsrichtlinien (Entwurfsgeschwindigkeit usw.) entspricht. Die LĂ€nge der Achse ergibt sich aus der Summe der LĂ€ngen der Achselemente. Jedem Hauptpunkt der Achse wird eine âStationâ zugewiesen, die summierten LĂ€ngen vom Achsanfang bis zum jeweiligen Hauptpunkt. Die âStationierungâ der Elemente (von Station / bis Station) schafft eine eindeutige Zuordnung innerhalb der Achse.
âą Zur BauausfĂŒhrung wird im Zuge der AusfĂŒhrungsplanung die Punktfolge auf der Achse soweit verdichtet, dass eine planungsgemĂ€Ăe Absteckung und BauausfĂŒhrung gewĂ€hrleistet ist (Achskleinpunktberechnung).
Die Bestimmung der Lage einer Klothoide als Achselement im Bezugskoordinatensystem erfolgt wĂ€hrend der Achshauptpunktberechnung. Bei Klothoiden sind Randbedingungen zu beachten. Der einfachste Fall, die Elementfolge Gerade â Klothoide â Kreisbogen â Klothoide â Gerade, soll hierzu als Beispiel dienen:
âą Der Mittelpunkt des Kreisbogens liegt nicht mehr im Abstand R {\displaystyle R} (Radius) senkrecht zu der Geraden. Durch die Klothoiden wird eine AbrĂŒckung des Bogens von der Geraden verursacht, die mit D {\displaystyle D} bezeichnet wird. Der Abstand des Kreismittelpunktes ist also R + D {\displaystyle R+D} . D {\displaystyle D} ergibt sich aus dem Endpunkt ( X E , Y E ) {\displaystyle (X_{E},Y_{E})} der Klothoide ĂŒber die Mittelpunktskoordinaten ( X M , Y M ) {\displaystyle (X_{M},Y_{M})} des Kreisbogens, bezogen auf die Ursprungstangente der Klothoide:
X M = X E â â R â
â
sin ⥠⥠T {\displaystyle X_{M}=X_{E}-R\cdot \sin T\qquad } Abstand vom Ursprung der Klothoiden Y M = Y E + R â
â
cos ⥠⥠T {\displaystyle Y_{M}=Y_{E}+R\cdot \cos T\qquad } orthogonaler Abstand von der Ursprungstangente D = Y M â â R {\displaystyle D=Y_{M}-R\qquad \qquad } AbrĂŒckung von der Ursprungstangente
âą Der Schnittwinkel der beiden Geraden muss gröĂer sein als die Summe der Drehwinkel beider Klothoiden. Die Parameter im StraĂenbau variieren im Bereich R 3 ††A ††R {\displaystyle {\tfrac {R}{3}}\leq A\leq R} . Minimal sind bei A {\displaystyle A} = R 3 {\displaystyle {\tfrac {R}{3}}} pro Klothoide 3,54 gon bzw. 3,18° erforderlich, maximal erfordert A = R {\displaystyle A=R} je Klothoide 31,83 gon bzw. 28.65°. Ist der Schnittwinkel kleiner, kommt es zu Ăberschneidungen im Bereich des Kreisbogens. ErfĂŒllt der Schnittwinkel genau die Mindestbedingungen fĂŒr die Drehwinkel der beiden Klothoiden, ist die LĂ€nge des Kreisbogens Null. Man spricht dann von einer Scheitelklothoide. Diese Konstruktion sollte bei der Trassierung vermieden werden.
âą Der Endpunkt der Anfangsgeraden bzw. der Anfangspunkt der Endgeraden ergibt sich aus dem LotfuĂpunkt des Kreismittelpunktes auf der Geraden â in diesem Fall identisch mit der Ursprungstangente â abzĂŒglich des Abstandes X M {\displaystyle X_{M}} . Auch in diesem Fall kann es zu Ăberschneidungen mit benachbarten Elementen kommen, die an beide Geraden anschlieĂen.
Im Falle von ĂbergĂ€ngen zwischen zwei Kreisbögen wird D {\displaystyle D} ĂŒber die Berechnung des Abstandes der beiden Kreismittelpunkte ermittelt, wobei zwei FĂ€lle zu unterscheiden sind:
âą Die Verbindung von Kreisbögen mit gegenlĂ€ufiger KrĂŒmmung erzeugt eine Wendeklothoide mit zwei Ăsten. Die Parameter der beiden KlothoidenĂ€ste können unterschiedlich sein, sie haben jedoch immer einen gemeinsamen Ursprung mit gleicher Tangentensteigung.
âą Die Verbindung von gleichsinnig gekrĂŒmmten Kreisbögen erzeugt eine Eiklothoide, also einen Klothoidenabschnitt, der mit dem Radius des ersten Kreisbogens beginnt und mit dem Radius des zweiten Kreisbogens endet. In diesem Fall liegt der Ursprung der Klothoide nicht auf der Achse.
Werden bei der Berechnung der Grundelemente Gerade und Kreisbogen die AbstĂ€nde D {\displaystyle D} in AbhĂ€ngigkeit von den Klothoidenparametern berĂŒcksichtigt, lassen sich die Klothoiden anschlieĂend ĂŒber einfache Transformationen passgenau einfĂŒgen.
Bei Klothoiden muss jedoch berĂŒcksichtigt werden, dass sie bei Achsverschiebungen nicht parallel versetzt werden können, wie das bei Geraden und Kreisbögen jederzeit möglich ist. Eine ParameterĂ€nderung erzeugt keine Linie, die den Bedingungen der ParallelitĂ€t streng entspricht. Allerdings sind die Abweichungen bei kurzen Klothoidenabschnitten, wie sie bei der Trassierung vorwiegend verwendet werden, regelmĂ€Ăig so klein, dass der Fehlbetrag im Rahmen der Bautoleranz liegt. Dies muss jedoch immer rechnerisch ĂŒberprĂŒft und gegebenenfalls durch eine Hilfskonstruktion behoben werden.
Kennstellen der Klothoide und Einsatzgrenzen
Alle Klothoiden besitzen eine geometrische Ăhnlichkeit, wodurch an einer bestimmten Formstelle einer Klothoide immer der gleiche Richtungswinkel und der gleiche VerhĂ€ltniswert R / A {\displaystyle R/A} auftritt. Bestimmte ganzzahlige VerhĂ€ltniswerte R / A {\displaystyle R/A} (mit Ausnahme des Wertes 1,5) werden als Kennstellen der Klothoide bezeichnet. So nennt man beispielsweise die Stelle, bei der R = L = A {\displaystyle R=L=A} ist, als Kennstelle 1.
Bei der Verwendung der Klothoide in der Trassierung muss beachtet werden, dass es gewisse Einsatzgrenzen fĂŒr Klothoiden gibt. So sollte aus fahrdynamischen GrĂŒnden eine Klothoide nur zwischen den Kennstellen 3 und 1 verwendet werden. WĂ€hlt man eine gröĂere Kennstelle als 3, ist die RichtungsĂ€nderung zum Beginn der Klothoide zu gering und der FahrzeugfĂŒhrer lenkt eventuell zu spĂ€t ein. Bei der Verwendung einer Kennstelle kleiner als 1 entsteht die Gefahr, dass der FahrzeugfĂŒhrer dem Kurvenverlauf nicht mehr folgen kann und von der Fahrbahn abkommt (Prinzip der Hundekurve). Aus diesen Ăberlegungen heraus ergeben sich folgende Formeln fĂŒr die Einsatzgrenzen der Klothoide:
Zeichnerische Darstellung einer Achse
Lageplan und Höhenplan sind die wichtigsten Planunterlagen, um eine Trasse darzustellen. Da auch der KrĂŒmmungsverlauf fĂŒr viele planerische Entscheidungen sehr wichtig ist, wird er im Höhenplan unterhalb der Höhendarstellung als KrĂŒmmungsband dargestellt.
Die waagrechte Achse des KrĂŒmmungsbandes entspricht wie bei der Höhendarstellung (Gradiente) der AchslĂ€nge. GemÀà ihrer Station (s. o.) werden auf dieser Achse die Elemente aufgetragen. Die KrĂŒmmung einer Geraden ist Null und liegt auf der Achse. Kreisbögen haben eine konstante KrĂŒmmung 1 R {\displaystyle {\tfrac {1}{R}}} , ihre KrĂŒmmungslinie liegt bei Rechtsbögen (positiver Radius) oberhalb und bei Linksbögen (negativer Radius) unterhalb der Achse. Je nach Platz auf dem Plan und der GröĂe der Radien wird die KrĂŒmmung der Achselemente mit einem konstanten Faktor multipliziert, der so gewĂ€hlt wird, dass sich eine ĂŒbersichtliche Darstellung ergibt. Die KrĂŒmmungslinie wird in dem so ermittelten Abstand zur Achse gezeichnet. Klothoiden, deren KrĂŒmmung mit der LĂ€nge des Elementes linear zu- oder abnimmt, bilden im KrĂŒmmungsband die schrĂ€gen Rampen zwischen den Elementen Gerade und Kreisbogen.
Aus dem KrĂŒmmungsband kann man die âKurvigkeitâ erkennen, also den KrĂŒmmungsverlauf im Zuge einer Achse. Parallel und unterhalb des KrĂŒmmungsbandes wird die Querneigung der Fahrbahn als Querneigungsband dargestellt. Die Querneigung, die wegen der Querbeschleunigung vom Radius eines Elementes abhĂ€ngig ist, lĂ€sst sich auf diese Weise ĂŒbersichtlich planen und darstellen. Querneigungswechsel liegen regelmĂ€Ăig innerhalb der Klothoidenabschnitte, sie mĂŒssen jedoch unter entwĂ€sserungstechnischen Aspekten auch sehr genau mit der Gradiente abgestimmt werden, damit eine funktionierende EntwĂ€sserung der Fahrbahn gewĂ€hrleistet ist.
Literatur
âą GĂŒnter Weise, Walter Durth u. a.: StraĂenbau Planung und Entwurf. Verlag fĂŒr Bauwesen, Berlin 1997, ISBN 3-345-00579-4.
âą Hugo Kasper, Walter SchĂŒrba, Hans Lorenz: Die Klotoide als Trassierungselement. Ferd. DĂŒmmlers Verlag, Bonn 1954, DNB 452330076.
âą GĂŒnter Wolf: StraĂenplanung. Werner Verlag, 2005, ISBN 3-8041-5003-9.
âą Alfred Krenz, Horst Osterloh: Klothoiden-Taschenbuch fĂŒr Entwurf und Absteckung. 14. Aufl., 48.â50. Tsd. Bauverlag, Wiesbaden, Berlin 1981, ISBN 3-7625-1273-6.
âą E. Bachmann: Die Klothoide als Ăbergangskurve im Strassenbau. Schweizerische Zeitschrift fĂŒr Vermessung, Kulturtechnik und Photogrammetrie, Band 49, Heft 6, 1951
âą D. S. Meek, D. J. Walton: The use of Cornu spirals in drawing planar curves of controlled curvature. Journal of Computational and Applied Mathematics, Band 25, 1989, S. 69â78
Weblinks
Commons
: Euler spirals
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Klothoide
â BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
âą Streckenplanung
âą Fahrdynamik
âą Ulrich Mende: Die Klothoide â und warum StraĂenkurven keine Kreisbögen sind
âą R. Levien: The Euler spiral: a mathematical history
âą CORNU SPIRAL OR CLOTHOID auf matcurves.com
Einzelnachweise
cite-note-11. â Freiherr von Röll: Ăbergangsbogen. In: zeno.org. Röll: EnzyklopĂ€die des Eisenbahnwesens, 1912, abgerufen am 20. Januar 2025.
cite-note-22. â Raymond Clare Archibald: Euler Integrals and Eulerâs SpiralâSometimes called Fresnel Integrals and the Clothoide or Cornuâs Spiral. In: American Math Monthly. Volume 25, 1918, S. 276â282 (online).
cite-note-33. â Michael Hinterseher: Entwicklung von Konzepten, Algorithmen und Optimierungsverfahren zur Transformation von Knoten in einem Netzwerk unter Beachtung von IntegritĂ€tsbedingungen. MĂŒnchen 1999, Kap. 1.1: Historischer Hintergrund (online [abgerufen am 7. Januar 2013]).